Bayerischer Radsportverband e.V.

PASSION RADSPORT IN BAYERN

Saisonauftakt für das Team Auto Eder Bayern

Der bayerische Nachwuchs präsentiert sich bereits in ansprechender Form

Platz drei beim offiziellen Saisonauftakt in Zusmarshausen

Eine Woche vor dem offiziellen Saisonstart für das Team Auto Eder Bayern hat sich der bayerische Nachwuchs bereits in vielversprechender Form gezeigt. Beim Rundstreckenrennen in Lustadt setzte Julius Strobel erste Akzente. «Ich habe immer wieder versucht, mich vom Feld abzusetzen», so der Regensburger, «aber meist haben sich die, die den Angriff mitgefahren sind, nicht wirklich an der Führungsarbeit beteiligt, daher war die Flucht meist nach zwei, drei Runden vorbei.» Bei frühlingshaften Bedingungen war das 45 Kilometer lange Rundstreckenrennen in Rheinland-Pfalz jedoch perfekt, erste Rennkilometer zu sammeln. Lediglich mit seinem Finale war Strobel noch unzufrieden: «Da habe ich einen Moment nicht aufgepasst, war schlecht positioniert und dann eingeklemmt und konnte kaum richtig sprinten», beschreibt der 18-Jährige die letzten Meter, an deren Ende es Rang fünf gab. «Das hat mich im Nachhinein sehr geärgert, ich habe ich auf jeden Fall noch Potential für die nächsten Rennen.»

Auch Aaron Sommer und Anton Pecher setzten beim 84 Kilometer langen Rennen in Leonding auf die Flucht, kamen auf der 21 Kilometer langen anspruchsvollen Runde in Oberösterreich aber ebenso wenig weg wie ihr Teamkollege in Lustadt. Pech hatte das Duo dann beim Zusammenschluss mit den ebenfalls auf der Strecke fahrenden Amateuren. «Die beiden Felder haben sich gemischt und ich bin leider nicht schnell genug nach vorne gekommen, obwohl ich als einer der ersten Fahrer aufgeschlossen hatte», beschreibt Pecher die Situation. «Dann hat sich das Feld im Anstieg geteilt und wir waren zu weit hinten, um uns mit der Spitze absetzen zu können», so der 17-Jährige aus Murnau. «In der Schlussrunde haben wir versucht, die Lücke mit Vollgas noch irgendwie zu schließen, hatten aber zu wenig Unterstützung und kamen leider nicht mehr ran.» Mit einem Angriff im letzten Anstieg versuchte Sommer nochmals einen Vorsprung auf das Feld herauszufahren. Der 18-Jährige wurde aber genauso wieder gestellt wie Pecher nach einem Angriff einen Kilometer vor dem Ziel. Am Ende gab‘s für Pecher und Sommer die Ränge elf und 18 – immerhin verbunden mit der Gewissheit, dass die Form sieben Tage vor dem offiziellen Saisonstart des Teams stimmt.

Mit Platz drei hat das Team Auto Eder Bayern die eigenen hoch gesteckten Erwartungen zum offiziellen Saisonstart zwar nicht ganz erfüllt, sein Potential aber schon einmal eindrucksvoll angedeutet. Beim «Schwarzbräu-Straßenpreis», dem Frühjahrs-Klassiker in Zusmarshausen, präsentierten sich die schwarzen Trikots während der gesamten 81 Kilometer offensiv, im Sprint war Felix Engelhardt dann allerdings auf sich allein gestellt und wurde Dritter. «Wenn wir die letzten Kilometer als Team gefahren wären, wäre noch eine bessere Platzierung machbar gewesen», kommentierte der 16-Jährige aus Senden. Ähnlich bilanzierte auch Team-Trainer Christian Schrot: «Das war ein guter Auftakt, aber es bleibt noch Luft nach oben. Die junge Mannschaft muss sich noch etwas finden und taktisch weiterentwickeln.» Gleichzeitig gab das Ergebnis aber auch Rückenwind: «Die Form jedenfalls stimmt und damit blicken wir zuversichtlich in Richtung Cottbus-Rundfahrt kommende Woche.»

Bei frischen Temperaturen hatte das Rennen in Zusmarshausen wie erwartet hektisch begonnen. «Es gab viele Angriffe und viele Fahrer haben versucht, eine Spitzengruppe zu formieren», so Engelhardt. «Das war auch unser Ziel.» Aber letztlich kam keine Gruppe entscheidend weg, bis Aaron Sommer als Solist angriff und ab Beginn der zweiten von drei Runden alleine unterwegs war. Nach einer Flucht von rund 50 Kilometern wurde der 18-Jährige aus Jagstzell letztlich erst drei Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. Danach versuchten Julius Gärtner und Anton Pecher, für das Team Auto Eder Bayern weitere Angriffe zu lancieren, konnten dem Massensprint aber nicht mehr entkommen. «Leider musste ich im Finale noch einem Fahrer ausweichen», so Engelhardt. «Aber die Form ist gut, jetzt müssen wir nur noch unsere taktischen Pläne besser umsetzen.»

Bericht: Team Auto Eder Bayern/Karlheinz Kessler

Bild zeigt: Julius Strobel