Bayerischer Radsportverband e.V.

PASSION RADSPORT IN BAYERN

Unglaublich erfolgreiche Deutsche Meisterschaften auf der Bahn in Frankfurt Oder

Der Bayerische Radsportverband kann auf eine erfolgreiche Deutsche Bahn-Meisterschaft in Frankfurt Oder zurückblicken. In den Nachwuchsklassen konnte der Verband fünf Gold-, eine Silber- sowie vier Bronzemedailen holen, in der Elite-Klasse gab es zweimal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze.

Überragend präsentierte sich Henri Uhlig (RSC Kelheim, siehe Bild). Bereits am ersten Tag sorgte der 15-Jährige in der Qualifikation zur Einerverfolgung der Jugend U17 für einen Paukenschlag. In 2:14,866 Minuten über die 2000 Meter unterbot Uhlig den 18 Jahre alten Rekord von 2:16,38 Minuten von Christoph Meschenmoser deutlich. Im Finale fuhr er gegen Luca Rohde (RG Hamburg) und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Uhlig setzte sich in 2:16,199 Minuten gegen Rohde (2:17,162) durch.

Ebenfalls Gold gab es für Henri Uhlig mit Claus Carste, Luca Dreßler und Leslie Lührs mit dem bayerischen Vierer. In der Mannschaftsverfolgung zeigte das Quartett eine starke Leistung. Bereits in der Qualifikation waren sie in 3:19,585 Minuten eine halbe Sekunde schneller als die Konkurrenz und unterstrichen dies auch im Finale gegen Sachsen (3:19,753), welches sie in 3:17,620 Minuten sehr deutlich gewannen.

Henri Uhlig und Leslie Lührs wurden in der Jugendklasse auch im Zweiermannschaftsfahren ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit 31 Zählern waren die beiden Bayern nicht zu schlagen und verwiesen Maximilian Boos/Plinius Naldi (Baden) und Tom Lindner/Laurin Drescher (Sachsen) mit 15 beziehungsweise 14 Zählern auf die Plätze zwei und drei.

Ebenfalls am ersten Tag holte Paulina Klimsa (RC Die Schwalben München) Gold in der Einerverfolgung der Juniorinnen. Sie war in der Disziplin klar die stärkste Fahrerin und gewann im Finale in 2:27,903 Minuten klar gegen Lena Reißner (2:31,662/SSV Gera 1990) durch. Franziska Koch (2:31,128/RSV Unna) sicherte sich die Bronzemedaille.

In der Mannschaftsverfolgung der Juniorinnen konnten sich auch vier Bayerinnen über Gold freuen. Es gewann das Team Mangertseder powered by BRV/RLP/WRSV mit Eva Barthelmes, Ricarda Bauernfeind, Clara Hamberger, Paulina Klimsa sowie der Rheinland-Pfälzerin Mareike German. Nachdem das Quartett in der Quali schon klar am schnellsten war, besiegte es die Landesverbandsauswahl aus Nordrhein-Westfalen in 4:46,858 Minuten mit deutscher Rekordzeit.

In der Mannschaftsverfolgung der weiblichen Jugend U17 musste sich das bayerische Team um Hanna Dopjans, Valentina Fuchs, Lisa Ostler, Paulina Peiker nur dem Landesverband Thüringen geschlagen geben und holte die Silbermedaille. Die vier Rennfahrerinnen konnten sich im Finale mit einer Zeit von 3:45,250 Minuten gegenüber der Qualifikation noch einmal um rund eine Sekunde steigern, aber die Thüringerinnen erwiesen sich als zu stark un gewannen in 3:40,640 Minuten.

U17-Fahrerin Valentina Fuchs (RSV Irschenberg) konnte sich im 500-Meter-Zeitfahren über die Bronzemedaille freuen. In 38,696 Sekunden musste sie nur Alessa Pröpster (37,132/RSG Zollern Alb) und Christina Sperlich (37,845/SV Sömmerda) den Vortritt lassen.

Ebenfalls über die 500 Meter, aber in der Juniorinnen-Klasse, gab es Bronze für Paulina Klimsa. Sie wurde in 38,014 Sekunden Dritte hinter Lea Sophie Friedrich (34,361/RST Dassow) und Emma Götz (36,221/RV Elxleben).

Im Teamsprint der Juniorinnen fuhr Paulina Klimsa mit Ricarda Bauernfeind in 38,859 Sekunden auch als Dritte aufs Podest. Schneller waren nur die beiden reinen Sprinterinnen-Teams vom Sprintteam Thüringen (35,882) und LV Mecklenburg-Vorpommern (36,441).

Für eine kleine Überraschung sorgte Luca Dreßler im Punktefahren der U17. Als Topfavorit war Henri Uhlig gestartet, doch der wurde von sämtlichen Fahrern beäugt und so nutzte Dreßler seine Chance. Im Finale fuhr er mit einer starken Attacke aus dem Feld und bekam kurze Zeit später Gesellschaft von Michel Heßmann (RSV Unna) und Roman Duckert (Frankfurter RC '90), die schließlich die beiden Plätze vor ihm belegen sollten, während Dreßler auf den Bronzerang fuhr.

In der Elite-Klasse sorgte Gudrun Stock für zwei Goldmedaillen für den Bayerischen Radsportverband. Sie gewann in der Einerverfolgung überlegen (mit einen neuen Deutschen Rekord) vor Tatjana Paller (RSV Unna), die sie im Finale einholte. Weiter holte sie mit ihrem Bundesliga-Team D.Velop-Cycle Cafe den Sieg in der Mannschaftsverfolgung. Zudem sicherte sie sich die Silbermedaille im Scratch hinter Lisa Küllmer (RSC Cottbus) und im Teamsprint mit Paulina Klimsa Bronze.

Weitere Medaillen für Bayern holte Maximilian Beyer. Sowohl im Scratch als auch im Punktefahren gewann er die Bronzemedaille. Im Zweiermannschaftsfahren belegte er mit seinem Partner Marcel Kalz, der ebenso wie der 23-Jährige beim RSV Irschenberg fährt, den zweiten Rang, nur geschlagen vom rad-net Rose-Duo Theo Reinhardt/Kersten Thiele.

Besonders in den Nachwuchsklassen machte sich die langfristige intensive Vorbereitung durch die beiden Landesverbandstrainer Fritz Fischer und Mario Vonhof bemerkbar. In den letzten Wochen gab es einige intensive Lehrgänge mit den U17- und U19-Fahrerinnen und -Fahrern auf der Radrennbahn in Augsburg, bei denen die Mannschaftsverfolgung und das Zweiermannschaftsfahren im Mittelpunkt standen.

Mareike Engelbrecht

Fazit vom LV-Trainer: 
Nach 5x 12 Stunden drückender Hallenluft mit einen straffen Zeitprogramm habe ich nun auch die Erfolge noch einmal resumieren und betrachten können. Die Glückwünsche und Bedankungen vor Ort und durchs Smartphone waren super. Ich möchte mich aber auch bedanken.

Danke an die Sportlerinnen und Sportler, die diese Leistung umgesetzt haben. Die diesen zeitintensiven Saisonplan mit all den Zusatzaufgaben meistern. Die das Training neben den schulischen Aufgaben durchführen.

Danke an die Eltern und Vereine, die in der Vorbereitung für die ständigen Fahrten zu den Trainingslehrgängen und Wettkämpfen ihre Zeit opfern und dass die die vor Ort waren, so lautstark von der Tribüne angefeuert haben. Auch die intensiven Materialkosten welche die Eltern und Vereine zur Verfügung stellen, tragen zu den oben stehenden Erfolg bei und sind nicht selbstverständlich, jedoch leider notwendig.

Danke an Mario, der einen großen Anteil zu dieser erfolgreichen DM beitrug, seine Erfahrungen und sein Wissen den jungen Sportlerinnen und Sportlern optimal vermittelt und super im Team mitgearbeitet hat. Ein Dank geht auch an Stefan der durch seine Grundausbildung bei den Basistrainingslehrgängen die Voraussetzungen schafft und die Sportler zum Bahnradsport immer wieder animiert und ausbildet.

Auch wenn ich erstmal nicht weitere nenne, bedanke ich mich bei all denen die am Erfolg mitgewirkt haben. Eine konsequente gemeinsame Arbeit zeigt, dass alle Zusammen (Sportler - Eltern - Verein - Landesverband), jede Sportlerin und jeden Sportler auch ganz oben auf dem Podest stehen lassen können.

Bericht: Fritz Fischer; Bild von Henri Uhlig: M. Engelbrecht